95 Thesen für Siebenten-Tags-Adventisten – Einleitung

Der Inhalt dieser Thesen ist das Ergebnis von viel Gebet. Er drückt meine tiefen persönlichen Überzeugungen und Einschätzungen aus, erhebt aber keinen Anspruch, weitere Personenkreise wie meine Ortsgemeinde oder meinen Arbeitgeber zu repräsentieren.

Die Thesen sind in erster Linie eine Apologie (Verteidigungsschrift) der biblischen Vollkommenheitslehre. Obwohl sie viele Aspekte des Erlösungsgeschehens berühren, liegt ihr Schwerpunkt auf der Vollendung und Vollständigkeit unseres Heils. Aufgrund der Relevanz und Dringlichkeit der Thematik nach 175 Jahren Mittlerdienst im Allerheiligsten möge der Leser mir die mitunter unverblümte Redeweise verzeihen.

Es ist möglich, einzelne Thesen zu lesen, weil sie für sich selbst stehen. Zum Teil sind Verweise zu anderen Thesen eingefügt. Dennoch empfehle ich jedem wirklich Interessierten, das gesamte Dokument von Anfang bis Ende zu studieren, weil so ein viel ausgewogeneres und verständlicheres Bild entsteht.

Benutzte Bibeln sind vorwiegend die Elberfelder (revidiert, nichtrevidiert, CLV-Ausgabe), mitunter auch Schlachter 2000 und Luther. Auf eine durchgehende Kennzeichnung der jeweiligen Übersetzung habe ich verzichtet, jedoch lässt sie sich leicht mit einem entsprechenden Bibelprogramm oder z. B. auf bibleserver.com finden. Ellen-White-Zitate mit englischen Quellenangaben sind Eigenübersetzungen; die Kürzel der Quellen werden vollständig angezeigt, wenn die Maus darauf zeigt.

Bevor du zu lesen beginnst

Diese Thesen enthalten sowohl sehr aufrüttelnde, ernste Botschaften als auch sehr ermutigende, tröstliche, inspirierende. Sie versuchen zu beschreiben, wodurch Christus uns nach meiner Überzeugung die ersehnte letzte Erweckung bringen will. So wunderbar diese Aussicht ist, so sicher ist auch, dass sie nur gegen starken Widerstand erreicht werden kann. Sei nicht überrascht, wenn beim Lesen innere Stürme aufkommen.

Vielleicht wird der Feind versuchen, deine Gewissenhaftigkeit auszunutzen, indem er ernste Aussagen in den grellsten Farben malt, um dich zu erschrecken. Es ist möglich, dass du schon als Sünde empfindest, was eigentlich erst Versuchung ist, und du deshalb mit der schweren Bürde lebst zu meinen, du würdest eigentlich ständig sündigen, und Überwinder sein könnten vielleicht andere, aber nicht du. Oder du hast die Vorstellung, Vollkommenheit sei ein Zustand absoluter Perfektion, und wenn du das Wort nur hörst, entrollt sich schon die ganze lange Liste deiner Schwächen und Charakterfehler vor dir, und du fühlst dich weit weg von Jesus und dem Himmel. Vielleicht bist du auch versucht, dich einfach auf Gottes wunderbare Gnade zu berufen und den Anspruch eines makellosen Charakters als Irrweg abzutun.

Wo immer du stehst: Ich möchte dir Mut machen. Wende den Blick von dir ab und hin zu deinem Erlöser! Die Vollkommenheit, die Jesus uns anbietet, ist sowohl ein Gebot als auch eine Verheißung. Vielleicht brauchst du mehr die Verheißung, vielleicht brauchst du mehr das Gebot – Gott weiß es. Aber wenn du diese Thesen unter Gebet liest, dann habe ich keinen Zweifel, dass der Heilige Geist dich genau zu den richtigen Wahrheiten führen wird.

Ich wünsche dir Seinen Geist und von Herzen reichen Segen beim Studieren!

Johannes Kolletzki, Nürnberg, im Juni 2019
(johannes@kolletzki.net)


1. Als unser Herr und Erlöser der Adventgemeinde sagte: „Sei nun eifrig und tue Buße!“ (Off 3,19), hat er gewollt, dass diese Buße das ganze Leben der Gläubigen erfasst.

Vordergründig beginnt die erste These mit der Buße, weil Luthers 95 Thesen damit begannen. Auch die Formulierung ist Luthers These ...
Mehr ...

2. Weil die Buße bislang nicht vollständig gewesen ist, ist die Wiederkunft Jesu aufgehalten worden.

Die Adventgemeinde ist heute in dem dramatischen Zustand, dass viele nicht allein in Unkenntnis darüber sind, was die Wiederkunft Jesu ...
Mehr ...

3. Christus kann nicht wiederkommen, solange sein Erlösungswerk im Himmel und auf der Erde nicht abgeschlossen ist.

Das Erlösungswerk im Himmel ist die am 22. Oktober 1844 begonnene Reinigung des Heiligtums von den Sünden der Gläubigen, wie ...
Mehr ...

4. Es ist die Ausgießung des Heiligen Geistes im Spätregen, die das Werk auf der Erde zur Reife bringt.

Hos 6,3 So lasst uns ihn erkennen, ja, lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN! Sicher wie die Morgenröte ist ...
Mehr ...

5. Der Spätregen wird erst fallen, wenn die Gemeindeglieder mit reuigem Herzen darum beten.

Gott möchte, dass wir um den Spätregen bitten: Sach 10,1 Erbittet euch von dem HERRN Regen zur Zeit des Spätregens! Der ...
Mehr ...

6. Eine innere Haltung der Reue entsteht nur durch Sündenerkenntnis.

Davids bewegende Bußpsalmen entstanden erst, als der Prophet Nathan ihm durch ein Gleichnis die Augen für seine große Schuld geöffnet ...
Mehr ...

7. Sündenerkenntnis ist die natürliche Folge wahrer Gotteserkenntnis. Es ist die Erkenntnis von Gottes Güte, die Reue im Herzen aufbrechen lässt (Röm 2,4).

In einem Nürnberger U-Bahnhof haben die Erbauer an der Wand den Spruch abgebildet: „Lernen heißt vergleichen.“ Dass wir Sünder sind ...
Mehr ...

8. Gleichzeitig kann ein Mensch die Größe der Güte Gottes erst erahnen, wenn er die Größe seiner Schuld erahnt, die Gott ihm zu vergeben bereit ist.

Ohne ein Bewusstsein unserer Schuld können wir weder Gottes Vergebung richtig wertschätzen noch Ihm tiefe Liebe entgegenbringen. Ein beeindruckendes Beispiel ...
Mehr ...

9. Die mangelnde Reue unter Adventisten ist ein Zeichen mangelnder Selbst- und Gotteserkenntnis, von Jesus als „Blindheit“ diagnostiziert.

Würde Gottes Volk heute ebenso Reue, Sündenbekenntnis und Versöhnung praktizieren wie Jesu Jünger in den zehn Tagen nach der Himmelfahrt, ...
Mehr ...

10. Das mangelhafte Verständnis der eigenen Verlorenheit führt zu einem mangelhaften Verständnis des Rettungswerkes Jesu und einem Mangel an Glauben an dieses Werk, von Jesus als „Armut“ diagnostiziert.

Wenn ein Krebskranker mit einem Rezept für Kamillentee zufrieden ist, versteht er offensichtlich seine Situation nicht. Aus demselben Grund wird ...
Mehr ...

11. Der mangelhafte Glaube verhindert die Erfahrung vollständiger Rechtfertigung aus Glauben, von Jesus als „Nacktheit“ diagnostiziert.

Was ich weder für nötig noch für möglich halte, werde ich auch nicht in Anspruch nehmen – weil ich gar ...
Mehr ...

13. Ein oberflächliches Verständnis der Krankheit führt zu einer oberflächlichen Behandlung ohne rettende Wirkung.

Das Problem einer falschen Theologie, die ein oberflächliches Evangelium verkündigt, ist ein sehr altes. Jeremia schreibt über das Volk Gottes ...
Mehr ...

14. Eine unwissentlich oberflächliche Gemeinde ist eine unwissentlich laue Gemeinde.

1SM 316 Unwissenheit und Selbstzufriedenheit gehen Hand in Hand. Laodizea müsste nicht unwissend sein. Gott hat alles dafür getan, dass ...
Mehr ...

15. Eine Gemeinde, die sich selbst nicht kennt, beweist, dass sie Gott nicht kennt.

Laodizeas Blindheit betrifft nicht nur das Selbstbild, sondern auch die Erkenntnis des Charakters Gottes. Selbstzufriedenheit spricht Bände davon, wie wenig ...
Mehr ...

19. Die Augensalbe ist die Heilige Schrift sowie speziell für Gottes letzte Gemeinde die Gabe der Prophetie, die sich im Wirken von Ellen Gould White manifestiert hat.

7BC 965 Das Auge ist das feine Gewissen, die innere Erleuchtung. Von seiner korrekten Wahrnehmung der Dinge hängt die geistliche ...
Mehr ...

20. Gott sah diese besonderen prophetischen Schriften als notwendig an, weil sein Volk die Bibel entweder zu wenig studierte oder zu falschen Auslegungen kam.

3SM 30 Die Bibel wird wenig beachtet, und der Herr hat ein kleineres Licht gegeben, um Männer und Frauen zum ...
Mehr ...

21. Ellen Whites Schrifttum beschreibt exakt denselben Erlösungsplan wie die Bibel, nur in mehr Einzelheiten und für unsere Zeit leichter verständlich.

5T 665f. Ihr seid nicht vertraut mit der Heiligen Schrift. Hättet ihr Gottes Wort mit dem Wunsch studiert, dem biblischen ...
Mehr ...

22. Der allgemein laue Zustand der Adventgemeinde beweist, dass sie das Schrifttum von Ellen White allgemein nicht liest oder nicht versteht oder nicht glaubt.

Eine geringe Wertschätzung für die von Gott gesandten Zeugnisse ist das Resultat einer in Laodizea weit verbreiteten Haltung: geistliche Selbstzufriedenheit ...
Mehr ...

25. Dem bekehrten, in lebendiger Gemeinschaft mit Christus lebenden Gläubigen „ist alles möglich“ (Mk 9,23).

Mk 9,23 Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich. 1SM 310 Niemand erbt ...
Mehr ...

27. So entstand in der evangelischen Christenheit ein einseitiges Erlösungsverständnis, das Rechtfertigung als Erlösung an sich verstand statt als einen Teil der Erlösung.

Luther stand mit beiden Beinen auf dem Boden. Er hatte einen sehr praktischen Begriff von Glauben und hat die wichtige ...
Mehr ...

30. Die drei Abteile des Heiligtums – Vorhof, Heiliges und Allerheiligstes – stellen die drei Phasen des Erlösungsplanes dar.

Wenn der Heiligtumsdienst eine Veranschaulichung des Erlösungsplanes ist, mit Christus als Sühneopfer und Hohepriester im Mittelpunkt, dann ist es selbstredend, ...
Mehr ...

32. Das Heilige steht für die tägliche Lebensgemeinschaft mit Jesus; hier erfährt der Gläubige Veränderung und Wachstum. Diesen Punkt teilen evangelische Christen nur teilweise mit Adventisten.

Ich kenne keinen Christen, der behaupten würde, ein Mensch könne nach seiner Bekehrung komplett so weiterleben wie bisher. Insofern würde ...
Mehr ...

33. Das Allerheiligste steht für Vollendung und Gericht; hier erfährt der Gläubige volle Reife und Versiegelung. Dieser Punkt ist evangelischen Christen fremd.

… und mittlerweile auch fast allen Adventisten. Wie aber in These 30 und ausgeführt, ist „volle Reife“ bzw. Charaktervollkommenheit der ...
Mehr ...

34. Obwohl die Adventgemeinde den dreigeteilten Dienst Jesu als Opfer und Hohepriester offiziell lehrt, hat sie die praktische Bedeutung dieses Dienstes bis heute nicht in der nötigen Tiefe erkannt und angenommen.

Die Wahrheit dieser Behauptung lässt sich einfach zeigen: Christus im Allerheiligsten wirkt für unsere Vorbereitung auf die Wiederkunft (siehe These ...
Mehr ...

35. Wesentliche Gründe dafür sind Sündenliebe und Stolz, wobei Sündenliebe zum Missbrauch der Gnade führt und Stolz zu Gesetzeswerken.

Ein Prediger verfasste einmal einen Artikel mit dem Titel: „Konservativ, liberal oder gehorsam?“ Dahinter steckte die etwas provozierende Anspielung, dass ...
Mehr ...

36. Beiden gemeinsam ist die mangelnde Liebe zu Gott, die sich in mangelnder Bereitschaft zeigt, „Christus in mir leben“ zu lassen (Gal 2,20).

Gal 2,20 Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in ...
Mehr ...

37. Unsere Liebe zu Gott ist ein Gradmesser für das Bewusstsein unserer Schuld, denn „wem wenig vergeben wird, der liebt wenig“ (Lk 7,47).

Lk 7,40 Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er sprach: Meister, sprich! ...
Mehr ...

41. Die Neigung, seine Sünden und Charakterfehler zu entschuldigen, führt zu weiteren Sünden und Charakterfehlern.

Auch diese These ist fast wörtlich dem Leben Jesu entnommen (ebenso S. 300). Charakterfehler sind verfestigte Sünden. Sie entstehen durch ...
Mehr ...

42. Es heißt „Gerechtigkeit aus Glauben“, nicht „Ungerechtigkeit trotz Glauben“.

Obwohl wir als Adventisten ein ganzheitliches Menschenbild haben, das sich z. B. in der Ablehnung einer unsterblichen Seele und in ...
Mehr ...

45. Dass wir rund 130 Jahre später noch immer um Erweckung und Reformation beten, beweist ohne Zweifel, dass dieser Vorstoß nicht erfolgreich war.

Die Logik hinter dieser These ist simpel. In ihrem bekannten Zitat über die Generalkonferenz 1888 in Testimonies to Ministers beschreibt ...
Mehr ...

49. Das adventistische Verständnis vom Erlösungswerk Jesu, wie es auch 1888 verkündigt wurde, baut zwar auf den Erkenntnissen der Reformation auf, geht aber darüber hinaus.

Wir sagen manchmal, dass alle unsere Lehren Christus zum Mittelpunkt haben müssen – und das lässt sich nur von Herzen ...
Mehr ...

51. Zur Zeit der Reformation waren Gnade und Vergebung die große Entdeckung, heute sind es Heiligung und die Vollendung der Gemeinde seit 1844, wobei dies alles Teil eines großen Ganzen ist.

Luthers Erkenntnis einer stellvertretenden Gerechtigkeit, die dem Sünder aufgrund des Opfers Jesu zugerechnet wird, sodass er ohne Scham vor Gott ...
Mehr ...

53. Die Vollständigkeit einer Phase ist die Voraussetzung für die Vollständigkeit der nächsten.

Die biblischen Bilder für Bekehrung sind eindeutig: Man kann nicht halb sterben oder halb begraben werden oder halb geboren werden ...
Mehr ...

54. Laodizeas Grundproblem ist eine unvollständige Bekehrung, was eine unvollständige Heiligung und einen unvollständigen Sieg über Sünde zur Folge hat.

In einem Brief vom 19. April 1903 appellierte Ellen White an Dr. John H. Kellogg, den berühmten Arzt und Leiter ...
Mehr ...

58. Alle Werke Gottes sind vollkommen. Da Rechtfertigung und Heiligung Gottes Werk sind, sind sie notwendigerweise auch vollkommen.

Ich erinnere an die Bibeltexte aus These 38 über Gottes Handeln: 5Mo 32,4 … vollkommen ist sein Tun … 2Sam ...
Mehr ...

64. Statt des Gerichtes sollten Adventisten lieber den Unglauben fürchten, denn „wegen des Unglaubens“ konnte das alte Israel das verheißene Land nicht betreten (Heb 3,19).

Wenn ein Sünder von Gottes Gericht erfährt, fürchtet er sich. Das ist eine völlig normale und zu erwartende Reaktion für ...
Mehr ...

66. Statt eine „klinisch reine“, von allen menschlichen Werken separierte Rechtfertigung als das Heil zu predigen, sollten Adventisten sich bewusst werden, dass „das Reich Gottes nicht im Wort besteht, sondern in Kraft“ (1Kor 4,20).

Das Reich Gottes kann nicht allein durch himmlische Buchungsvorgänge (zugerechnete Gerechtigkeit) gebaut werden, denn nur wiedergeborene Menschen können dort hineingelangen, ...
Mehr ...

67. Gottes Wort ist nicht nur Wahrheit, es schafft Wahrheit. Dasselbe göttliche Wort, das den Menschen gerecht spricht, macht ihn auch gerecht.

Ich wiederhole einen Text aus These 11: Jes 55,10 Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und ...
Mehr ...

72. Gerade weil der Neue Bund Vollkommenheit bewirkt, kann Jesu Dienst im himmlischen Heiligtum eines Tages aufhören (Heb 10,1).

Dan 9,24 Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um das Verbrechen zum Abschluss zu ...
Mehr ...

75. Wer sagt, die Lehre von der Charaktervollkommenheit würde die Heilsgewissheit rauben, predigt eine menschlich erdachte Heilsgewissheit.

Wenn die Bibel lehrt, dass das Blut Jesu (Seine Fürsprache aufgrund Seines Opfers) den Gläubigen zu sittlicher Vollkommenheit führt, wie ...
Mehr ...

76. Die oft gestellte Frage „Hast du Heilsgewissheit?“ offenbart ein mangelhaftes Verständnis vom Evangelium.

Ich denke mittlerweile, dass diese These zu pauschal formuliert ist – sollte ich jemanden dadurch verletzt haben, möchte ich mich ...
Mehr ...

77. Die entscheidende Frage lautet: „Liebst du Jesus?“, wobei damit die Liebe gemeint ist, von der Jesus sagt: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ (Joh 14,15)

Diese These hängt eng zusammen mit Nr. 80, daher kommentiere ich sie hier gemeinsam. Beide Thesen versuchen, etwas zum Ausdruck ...
Mehr ...

79. Die Bibel spricht nicht von „Heilsgewissheit“, sondern von Hoffnung, „denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden.“ (Röm 8,24)

Es ist an sich nicht falsch, zur Beschreibung unseres Glaubens auch Begriffe zu verwenden, die in der Bibel nicht vorkommen ...
Mehr ...

81. Hoffnung schaut nicht auf Sichtbares, sondern glaubt an das Unsichtbare, weil Gott es versprochen hat.

Röm 8,24 Auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn wer ...
Mehr ...

82. Hoffnung hat Frieden mit Gott, weil sie in seinen Verheißungen ruht, während sie gleichzeitig einen heiligen Vorwärtsdrang besitzt, sich diese Verheißungen zu eigen zu machen.

Glaube und Hoffnung ruhen nicht in Sichtbarem und sinnlich Wahrnehmbarem, ja nicht einmal in logisch Nachvollziehbarem, sondern im ewigen, „siebenmal ...
Mehr ...

83. Objektiv „gewiss“ ist unsere Erlösung erst am Ende unseres Lebens bzw. bei der Wiederkunft.

Mit „objektiv gewiss“ meine ich: endgültig, faktisch unumkehrbar. Eine genauere Formulierung des Zeitpunkts, an dem diese Unumkehrbarkeit eintritt, wäre: „erst, ...
Mehr ...

84. Solange wir leben, ist unsere Aufgabe, durch „seine göttliche Kraft“ und „die kostbaren und größten Verheißungen“ unsere „Berufung und Erwählung fest zu machen“ (2Pe 1,3.4.10).

Kann man wirklich die Bibel lesen und die Hunderte und Tausende moralischer Appelle – Ermutigung, Ermahnung, Stärkung, Belehrung, Motivierung, Zurechtweisung ...
Mehr ...

85. „Wer das Schwert umgürtet, rühme sich nicht wie einer, der es wieder ablegt!“ (1Kön 20,11)

Haben wir vergessen, dass das Glaubensleben ein Kampf ist und erst am Ende feststeht, wer den Sieg errungen hat? Erst ...
Mehr ...

86. Wer sein Leben liebt, hasst den Tod; wer Jesus liebt, hasst seine Sünden, weil sie den Heiland ans Kreuz brachten und jedes Mal neu verletzen.

Ich kann mich des Eindrucks einfach nicht erwehren, dass auch als Christen unsere Angst vor dem Tod oft deutlich größer ...
Mehr ...

87. Liebe zu Jesus bewirkt immer eine tiefe Sehnsucht, gänzlich frei von Sünde zu werden und ein Leben beständigen Gehorsams zu führen, im Einklang mit Ihm.

Ps 97,10 Die ihr den HERRN liebt, hasst das Böse! Amos 3,3 LUT Können etwa zwei miteinander wandern, sie seien ...
Mehr ...

90. „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Röm 6,23) Wahre Rechtfertigung geht dem Problem an die Wurzel und befreit von Sünde; falsche Rechtfertigung gibt sich damit zufrieden, vom Tod befreit zu werden.

Wenn ein reicher Vater immer wieder die Schulden seines spielsüchtigen Sohnes begleicht, ohne das eigentliche Problem anzugehen, nämlich die Sucht, ...
Mehr ...